Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Artenschutz e.V. wurde 1996 gegründet. Sie versteht sich als Interessengemeinschaft und Dachorganisation verschiedener Träger von Natur- und Artenschutzprojekten, die seit Beginn der 1990er Jahre von der Naturschutzstation Niederbarnim und seit Juli 2000 von der Naturschutzstation Rhinluch initiiert wurden.

Jahrestagung der Brandenburger und Berliner Feldherpetologen 2018

Am Nachmittag und Abend wurden Geländeexkursionen in die weitere Nationalparkregion zur Erfassung der Herpetofauna durchgeführt. Die Ersterfassung in diesen Gebieten ist vor 25 Jahren durchgeführt worden und jetzt wurde die Bestandserfassung mit mehreren Expertenteams aktualisiert. Am Sonntag bildete eine breit angelegte Geländeexkursion ins Kerngebiet des Großschutzgebiets den Abschluss der Veranstaltung. Vor 2 Jahren sind hier mehrere Kleingewässer angelegt worden und zahlreiche Herpetologinnen und Herpetologen führten bei günstigem Wetter die Ersterfassung durch. Belohnt wurden sie durch Unkenchöre aus allen Gewässern. Bemerkenswert ist auch die großflächige Besiedlung der Oderregion durch den Laubfrosch. Vielstimmige Rufgemeinschaften begleiteten die Tagungsteilnehmerinnen und –teilnehmer während der gesamten Tagung. Diese sehr gelungene Tagung wurde in bewährter Weise von der Naturschutzstation Rhinluch, Landesamt für Umwelt, und den NABU-Landesverbänden Brandenburg und Berlin gemeinsam vorbereitet und durchgeführt.

Tagungsprogramm

Freitag, den 13.4.2018

18:30 Beginn der Veranstaltung und Abendessen
19:30 Der Nationalpark Unteres Odertal – einst und jetzt
Unterhaltsame Fotoexkursion durch die Nationalparkgeschichte (Vortrag)
Hans Jörg-Wilke

Sonnabend, den 14.4.2018

08:30 Öffnung des Tagungsbüros und Anmeldung
09:00 Begrüßung durch den Leiter des Nationalparks
09:10 Organisatorisches
09:20 Aktuelles zum Störprojekt im Nationalpark Unteres Odertal
Michael Tautenhahn (NP Unteres Odertal)
09:45 Wie steht es um Rotbauchunke und Laubfrosch in der östlichen Uckermark?
Hans Jörg-Wilke (NP Unteres Odertal)
10:15 Revitalisierung von Feldsöllen im Gebiet Felchowsee – ein Praxisbericht
Hermann Wiesing

10:35 Kaffeepause
11:00 Kiesgruben – lasst uns (an)baggern für Kreuzkröte und Co.!
Manfred Wolf
11:25 Schutzprojekt Kreuzkröte im NSG "Kiesgrube Pätz"
Thomas Bangel
11:45 Kurzbeiträge und Diskussion:
  • Reaktionen der Zauneidechse auf den Regensommer 2017, Jens Kießling
  • Herpetofauna XXL - Endspurt zum Etappenziel, Heidrun Beckmann
12:30 Mittagspause
13:30 Hopp oder Flop – wie sicher kommen Amphibien über Brandenburgs Straßen?
Stefan Jansen & Claudia Kronmarck (GFN Umweltpartner)
14:10 23 Jahre Krötenzaun an der Börnicker Chaussee (Barnim) - ein Resümee
Andreas Krone (NABU Barnim)
14:30 Amphibienschutzanlagen: Erfahrungen zur Kooperationen zwischen NABU und Landesbetrieb Straßenwesen
Christiane Schröder & Wolfgang Ewert (NABU Potsdam)

15:00 Kaffeepause
15:15 Berichte aus dem BFA Feldherpetologie und Berichte aus den Regionen
16:30 Vorbereitung der Exkursionen
17:00 Exkursionen in 6 Gebiete zwischen Flemsdorf und Pinnow

20:00 Abendessen
21:00 Abendprogramm, Filmvorführung:
"Augen der Landschaft"
DEFA-Dokumentarfilm von Siegfried Bergmann

Begleitend: Bücherstand von „Natur und Text“

Sonntag, den 15.4.2018
09:00 Einführung zur Exkursion in den Nationalpark
Michael Voigt
09:30 Abfahrt
12:00 Abschluss der Veranstaltung

Das vorläufige Programm zum Herunterladen
Gerhard Alscher
Margit Alscher
Reinhard Baier
Heidrun Beckmann
Katrin Branke
Oliver Brauner
Anneke Dierks
Jörg Dorowski
Jane Fanke
Andreas Fischer
Annemarie Grohmann
Alexander Gutsche
William Haake
Ulrike Häusler
Ella Hölzer
Ruth Hormann
Stefan Jansen
Norbert Jendretzke
Daniel Jonalat
Manfed Keller
Jens Kießling
Tom Kirschey
Torsten Kleckers
Christine Kleemann
Leon Klein
Bernd Klenk
Kathrin Kraft
Andreas Krone
Claudia Kronmarck
Martin Krüger
Susanne Leber
Stephan Mertens
Katrin Mielsch
Matthias Neumann
Monika Paskeviciute
Falk Petzold
Manfred Pletz
Ulrike Pohl
Wolfgang Püschel
Elisabeth Reimer
Klaus Reumuth
Norbert Schneeweiß
Dr. Rolf Schneider
Thorsten Schönbrodt
Beate Schonert
Christiane Schröder
Birgit Schultz
Tino Siedler
Uli Simmat
Horst Stolze
Michael Tautenhahn
Annemarie Teschendorf
Helmut Thiele
Christin Thielicke
Mirko Thüring
Michael Voigt
Herrmnn Wiesing
Hans-Jörg Wilke
Manfred Wolf
Ralf Zech
 

Blick in zwei Dohlenkästen an der Naturschutzstation

Dohle1 Dohle2

Live-Camera am Kranichrastplatz Linum

Kranich

Live-Bild vom Storchennest auf dem Dach der Naturschutzstation

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Live-Bild vom Sonnenplatz der Sumpfschildkröten am Hofteich der Naturschutzstation Rhinluch

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Wir suchen Interessenten für das Freiwillige ökologische Jahr
in der Naturschutzstation Rhinluch.
Beginn: ab September 2018

Freiwilligendienste in der Naturschutzstation Rhinluch

Zur Unterstützung der Mitarbeiter gibt es in der Naturschutzstation jedes Jahr mehrere Stellen im Bundesfreiwilligendienst und einen Platz für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Im Moment suchen wir dringend zwei oder drei Freiwillige, die über den Bundesfreiwilligendienst oder das FÖJ die Nachfolge antreten. Ein breites und interessantes Aufgabengebiet erwartet die Bewerber. Es umfasst u.a. Tätigkeiten im praktischen Artenschutz für Amphibien und Reptilien, Biotoppflegemaßnahmen, handwerkliche Tätigkeiten zur (Stations)-Gebäudeinstandhaltung, Betreuung unserer Tierzuchtgruppen und ebenso Öffentlichkeitsarbeit.
Was ist ein Freiwilliges Ökologisches Jahr?
Das FÖJ richtet sich an alle jungen Menschen zwischen 16 und 26 Jahren, die Lust haben, sich freiwillig (nur mit einem monatlichen Taschengeld) ein Jahr lang im Umweltschutz zu betätigen. Man beteiligt sich in dieser Zeit als Mitarbeiter in seiner Einsatzstelle und bekommt von dieser auch eine Unterkunft gestellt. Das FÖJ gibt es seit 1990. Es wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg und dem Bundesminesterium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mehrere Trägerwerke leiten ihre FÖJler durch das Jahr und organisieren die fünf einwöchigen Pflichtseminare. Die Seminare behandeln umweltpolitische oder ökologische Themen wie Energiewirtschaft, extensive Landwirtschaft, Tourismus und Natur usw.. Die Einsatzstellen sind so vielfältig wie Sand am Meer: Von Biobauernhöfen über Jugendbildungsstätten bis zu Naturschutzstationen wie uns. Ein FÖJ hilft, erste Erfahrungen mit der Arbeitswelt zu machen und wird oft als Vorpraktikum für einige Ausbildungsberufe im Umweltbereich anerkannt.
Was kennzeichnet den Bundesfreiwilligendienst?
Bundesfreiwilligendienst können Menschen aller Altergruppenleisten, die Lust haben, sich freiwillig (auch hier nur mit einem monatlichen Taschengeld) ein Jahr lang im ökologischen oder sozialen Bereich zu betätigen. Das kann nach der Schule für erste Erfahrungen in der Arbeitswelt, als Einstieg für eine berufliche Umorientierung oder als Ergänzung nach dem Ausstieg aus dem aktiven Berufsleben sein. Das Aufgabengebiet ist dem des FÖJ sehr ähnlich.

Aufgabenspektrum für FÖJ und BFD

Die N>aturschutzstation Rhinluch befaßt sich mit dem Schutz von Amphibien und Reptilien im Land Brandenburg. Hier werden Artenschutzprogramme erarbeitet und praktischer Naturschutz betrieben. Im Rahmen dieser Arbeiten gibt es für Freiwillige und FÖJ-ler ein weites Betätigungsfeld, indem zum Teil sehr selbständig gearbeitet werden kann und eigene Ideen erwünscht sind.
  • Bei der Biotop- und Landschaftspflege können eine Vielzahl von Tätigkeiten durch Freiwillige geleistet werden: Baum- und Heckenpflanzungen, Feuchtwiesenmahd, Pflege von Gewässerrandstreifen usw.
  • Im Rahmen der Artenschutzprogramme müssen Zuchtgruppen der besonders gefährdeten Reptilienarten Europäische Sumpfschildkröte und Smaragdeidechse in der Naturschutzstation betreut werden. Die Fütterung und Pflege der Tiere der Zuchtgruppen gehörten zu den Aufgaben für Freiwillige, genauso wie die Betreuung der Futtertierzucht (Insekten, Mäuse) und die Zubereitung des Futters.
  • Darüber hinaus sind umfangreiche Freilanduntersuchungen erforderlich. Da von der Naturschutzstation auch mehrere Amphibienschutzzäune betreut werden, müssen diese Zäune auf- bzw. abgebaut, die gefangenen Tiere regelmäßig erfasst, fotografiert und wieder freigelassen werden. Auch die Kartierung der Tier- und Pflanzenwelten der Untersuchungsgewässer kann zum Aufgabenspektrum gehören.
  • Bei den Freilanduntersuchungen fällt umfangreiches Datenmaterial an, das aufbereitet und in Computerprogramme zur Auswertung eingegeben werden muss. Eine Bilddatenbank ist zu pflegen, die Bildeingabe, das Bildangebot bzw. die Weitergabe zu organisieren. Auch die Gestaltung und Aktualisierung von Internetseiten kann eine Aufgabe sein.
  • Für die Öffentlichkeitsarbeit der Naturschutzstation sind die vielfältigen Veranstaltungen und Ausstellungen der Station zu begleiten. Das Stationsgebäude und -gelände ist zu gestalten und zu pflegen (auch zu Präsentations- und Lehrzwecken). Auch die Führung von Schulklassen ist eine Aufgabe.
  • Alltäglich anfallende Arbeiten im Stationsbetrieb wie Instandhaltung und Beräumung der Lagerräume, Pflege und Reinigung des Werkzeugs, kleinere Reparaturarbeiten und auch Reinigungsarbeiten im Haus sowie Büroarbeiten gehören zu den Aufgaben der Freiwilligen.
Wer durch diese Informationen Interesse an einer Freiwilligen- oder FÖJ-Stelle bekommen hat, der kann sich an diese Adressen wenden:
Für eine BFD-Stelle kann sich jeder Bewerber direkt bei uns bewerben. Diese Stellen sollen so schnell wie möglich beginnen, die Bedingungen sind ähnlich wie beim FÖJ, allerdings gibt es keine Altersbeschränkung und die Dauer kann von 6 Monaten bis zu 2 Jahren betragen. Schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Foto, Anerkennungsschreiben und evtl. Zeugnisse) an unsere Adresse:
Naturschutzstation Rhinluch
Nauener Str. 68
16833 Linum
Bei Fragen sind wir auch unter der Nummer 033922/90255 zu erreichen.
Die FÖJ-Stelle beginnt immer im September. Um einen FÖJ-Platz bei uns zu bekommen, muß man sich an den Landesjugendring in Potsdam wenden. Das ist einer der Trägerwerke in Brandenburg und vermittelt die FÖJler. Schicken Sie Ihre Bewerbung spätestens im Frühjahr an:
Landesjugendring Brandenburg Trägerwerk e.V.
Breite Straße 7A
14467 Potsdam
Tel.: 0331/ 6207536